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Über die Stadt

Wologda - die Stadt der Kirchen und alter Holzhäuser ist für ihre wunderschönen Spitzen und die beste in Russland Butter berühmt. Als Gründungsjahr der Stadt gilt 1147. Damals kam hierher der Mönch Gerasim und gründete hier das Dreifaltigkeits-kloster. Später war er als der heilige Gerasim von Wologda kanonisiert.

Laut der Legende wollte der russische Zar Ivan der Schreckliche die Hauptstadt Russlands nach Wologda übertragen. Hier wurde schnell der Zaren Holzpalast gebaut. Im Jahre 1568 begann in Wologda der Bau der Sofien Kathedrale, die die Haupt-kathedrale Russlands werden sollte. Die Kathedrale war fast fertig, als der peinliche Unfall das Rad der Geschichte zurückdrehte. Ein Ziegelstein ist neben dem Kopf des die Katherale betrachtenden Zaren gefallen. Der gläubige Zar sah in diesem Vorkommnis ein schlechtes Vorzeichen, und Moskau blieb die Hauptstadt des Russlands bis Peter der Grosse das neue „Paradis“ im Newa-Delta baute. Sophien-Kathedrale bleibt eines der Hauptsymbolen von Wologda und Wologoder Kreml.

Wologoder Kreml liegt an dem malerischen Ufer des Flusses Wologda und besteht aus den im Laufe von 4 Jahrhunderten gebauten Gebäuden: Kirchen, Räumen und Festungsmauern. Sophien-Kathedrale, Erzpriestergarten, neogotisches Glockenturm und andere Gebäude bilden ein harmonisches Baugesamtbild. Die Ausstellungen der örtlichen Flora und Fauna, des Handwerkes, der angewandten Kunst und Ikonen werden zum Besuch empfohlen.

Museum des diplomatischen Korps war im Jahre 1997 im ehemaligen Gebäude der Botschaft der USA eröffnet. Im Jahre 1918 entscheidete sich hier die politische Geschichte der Welt. Archivdokumenten, Privatsachen der Diplomaten und Gegenstände des Anfangs des 20. Jahrhunderts erzählen uns über die Menschen und Ereignisse, die einmal Wologda zum diplomatischen Zentrum Russlands machten.

Spitzerei Snezhinka (Schneeflöckchen) gewann ihren ersten Preis in St.Petersburg auf der allrussischen Industrieausstellung im Jahre 1870 und führt dieses einzigartigen Kunstgewerbe bis heute weiter. Die Spitzen werden von Hand mit der Hilfe der Spitzenklöppeln gemacht. Die früherste erhaltene Wologoder Spitzen gehören zu dem 17. Jahrhundert und beindrücken durch ihre Vollkommenheit. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Spitzenerzeugnis professionel zuerst für hunderte und später für tausende Spitzenklöpperinnen in verschiedenen Gebieten des Wologoder Regions. Viele Künstler dieser Spitzerei wurden mit dem Titel Verdienter Künstler Russlands ausgezeichnet und gewannen den Staatlichen Repin-Preis. Die Wologoder Spitzen sind für ihr überfeines künstlerisches Design, dekoratives Reichtum und perfekte Technik berühmt.

Kirillo-Bjeloserskij Entschlafens-Kloster wurde im Jahre 1397 von Hochwürdigem Kirill gegründet, der die Stimme der über diesem vom Gott gewählten Platz sprechenden Gottesmutter Mariä hörte. Der Hochwürdige Kirill wurde im Kloster begraben und später kanonisiert. Er hat nicht nur das Kloster gegründet und begann die Bücher zu sammeln, abzuschreiben und sogar neue zu schaffen, sondern noch mehr hatte einen grossen politischen Einfluss. Der russische Zar Ivan der III. und seine Frau beteten hier um den Stammhalter. Nachdem der Sohn gebohren wurde, bekam das Kloster ein reiches Geschenk. Später kam hierher der Sohn selbst und machte grosse Spenden – das war Iwan der Schreckliche. Viele jahrhunderten diente das Kloster als Exilort – zu den berühmtesten Verbannten gehört Patriarch Nikon – und Grabstätte der bekannten russischen Familien, zum Beispiel Scheremetjewy. Das war die Festung, mit der kein anderes russisches Kloster vergliechen werden konnte. 1924 wurde das Kloster geschlossen, seither befindet sich hier das Staatliche Museum der Geschichte, Architekture und Kunst, hauptsächlich der kirchlichen Kunstwerken der 15.-19. Jahrhunderten. Im Jahre 1998 wurde ein Teil des Komplex wieder der Kirche zurückgekehrt.

Goritzky Auferstehungs-Nonnenkloster ist das einzige Nonnenkloster in diesem Gebiet, welches 1544 von der Verwandte des Zars Iwan des Schrecklichen Fürstin Efrosinja Starizkaja gegründet wurde. Später war sie nach seinem Befehl ermordert, und dieses Kloster ist in die Geschichte als Gefängnis von vielen bekannten russischen Frauen eingegangen. Die Blütezeit des Klosters gehört zum 19. Jahrhundert, damals gab es hier Krankenhaus, die bis zu unserer Zeit funkzionierende Wasserleitung, Ikonen- und Stickereiwerkstätten. Das Kloster war auch dank seine Pflanzenzüchtung bekannt. Mehrmals in seiner Geschichte war das Kloster ausgeplündert, und die Nonnen wurden ermordert. Diese Unglücke haben den Anlaß gegeben den Namen des Klosters anders zu verstehen. Der Name wurde seither mit dem Wort „gore“ bedeutendem Missschick assoziiert, das heisst „Unglückliches Kloster“. Im Jahre 1932 war das Kloster geschlossen, die Hauptkathedrale wurde zum Klub geeignet. 1995 wurden einige Bauten des Klosters der Kirche zurückgekehrt. Nicht ohne Grund hat eine Nonne vorgesagt: „Man wird auf unseren Graben tanzen, danach aber kommt die Zeit der Wiederaufleben“.

Ferapontow Mariä-Geburt-Kloster ist das Denkmal unter dem UNESCO-Schutz. Die Geschichte des Kloster begann sich 1398, als der gekommene zu diesem Gebiet zusammen mit dem Gründer von Kirillo-Bjeloserskij Entschlafens-Kloster Kirill Mönch Ferapont den Grundstein zum Bau dieses neuen Klosters legte. Ferapont und sein Nachfolger Martinian waren beide kanonisiert und wurden Schutzpatrone des Klosters. Das Ferapontow Kloster ist stolz für sein Glockenturm mit der Uhr, dessen Mechanism der älteste in Russland ist und natürlich für 600 Quadratmetern der seit 1502 ohne Renovierung gehaltenen Fresken, die im Laufe von 34 Tagen von dem berühmten Ikonenmaler Dionisij geschaffen wurden. 1924 war das Kloster geschlosen, und heute befindet sich hier die Filiale des Staatlichen Museums der Geschichte, Architekture und Kunst.

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